Das neue Jahr 2026 begann für den Schachklub durchwachsen. Einen großen Erfolg meldete die zweite Mannschaft letzten Sonntag in der Bezirksliga West. Giacomo Barone, Mustafa Uygun, Adam Pietruszewski, Niklas Rohne, Karl Probst, Michael Süß, Karlheinz Krause und Jan Nidens walzten buchstäblich alles platt, was sich ihnen in den Weg stellte und besiegten den SK Landshut 3 mit beeindruckenden 6,5:1,5 Punkten. Damit steht der Schachklub vor dem letzten Spieltag an der Tabellenspitze und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Niederbayernliga machen. Ein Unentschieden gegen den SK Landshut 2 müsste hierfür genügen.
Jugendschachmeister Mustafa Uygun mit Spitzenspieler Manuel Albrecht
Die vierte Abteilung des Schachklubs Landau-Dingolfing ist die IT-Abteilung. Sie sorgt dafür, dass der Verein auch online eine gute Figur macht und Interessierte schnell alle wichtigen Informationen finden – von den Zeiten fürs Jugendtraining bis hin zum aktuellen Stand der Vereinsmeisterschaft. Doch dahinter steckt eine Menge unsichtbare Arbeit: Aufbau, Wartung und das regelmäßige Einstellen neuer Inhalte.
Los ging es im Jahr 2010, als Florian Huber die Initiative ergriff und den Vorschlag einer eigenen Vereinswebseite einbrachte. Am Anfang war aber durchaus etwas Überzeugungsarbeit notwendig. Brauchen wir tatsächlich eine Vereinswebseite? Welche Inhalte stellen wir online? Und wird die Webseite denn auch regelmäßig gewartet? Glücklicherweise konnten alle Bedenken ausgeräumt werden, sodass wir seit über 15 Jahren eine gut besuchte Anlaufstelle im Internet haben.
Florian Huber kümmert sich seit 15 Jahren um die Webseite
Das Jahr wurde vom Schachklub Landau-Dingolfing, wie jedes Mal, mit dem traditionellen Weihnachts-Blitzturnier beschlossen. „Blitzschach“ bedeutet, dass pro Spieler und Partie bloß fünf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung stehen. Es muss also im wahrsten Sinne des Wortes blitzschnell gehen – jeder Spieler muss seine Entscheidungen auf dem Schachbrett viel zügiger treffen als sonst. In dieser Disziplin erwies sich Alexander Hirtreiter heuer als Vereinsspitzenreiter. Mit elf Siegen, einem Unentschieden und keiner einzigen Niederlage fuhr er einen triumphalen Erfolg ein. Auf die Plätze zwei und drei folgten Florian Huber und Dr. Christoph Schultes. Mit insgesamt 13 Teilnehmern war das Weihnachtsturnier erfreulich gut besucht.
Alexander Hirtreiter ist der neue Blitzmeister
Bereits in der Vorwoche konnte der Schachklub in den niederbayerischen Ligen einen fulminanten Doppelerfolg gegen zwei stärkere Konkurrenten und damit einen hervorragenden Saisonabschluss schaffen.
Die letztes Jahr aufgestiegene Jugendmannschaft schlägt sich weiter gut in der Jugendniederbayernliga. Mustafa Uygun, Ludwig Karl, Ismail Horzum und Yunus Horzum (fehlt auf dem Bild) rangen nach zähem Kampf die Gastgeber vom ESK Plattling nieder. Zwei Mannschaftssiege aus bisher drei Runden lassen sich wirklich sehen und uns auf einen Klassenerhalt hoffen!
Die Niederbayernliga-Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing befindet sich derzeit in einem gewissen Formtief. Nach dem Auftaktsieg gegen den SC Bayerwald/Regen setzte es in der zweiten Runde eine böse Auswärtsniederlage den DJK-SV Schaibing und auch im Heimspiel am letzten Sonntag überzeugten die Dingolfinger und Landauer spielerisch nur bedingt. Zwar konnte man das Duell gegen den SC Vilshofen knapp mit 4,5 zu 3,5 Brettpunkten gewinnen – allerdings mit ziemlich viel Glück. Michael Popps weißes Doppelfianchetto beeindruckte seinen Gegner nicht wirklich. Der Vilshofener erarbeitete sich seinerseits ausreichendes Gegenspiel und Popp sah sich letztendlich zu einem frühen Remisangebot veranlasst, das zur beiderseitigen Zufriedenheit angenommen wurde. Dann fing das Pendel bedenklich zu Ungunsten des Schachklubs auszuschlagen. Helmut Fuchsgruber hatte am letzten Brett im Mittelspiel einen ganzen Turm für vier Bauern erobert. Dann jedoch griff er fehl und ließ sich zu einem inkorrekten Schachgebot hinreißen. Der Abzug des feindlichen Königs bewirkte nun, dass zwei von Fuchsgrubers Figuren gleichzeitig angegriffen wurden, was die sofortige Aufgabe des Dingolfingers zur Folge hatte. Alexander Hirtreiter und Dr. Christoph Schultes behandelten ihre Eröffnungen zu leichtfertig. Hirtreiter unterschätze im Läuferspiel einen taktischen Ausfall des Vilshofeners gegen seinen König und sah sich plötzlich einer mächtigen Attacke ausgesetzt. Dr. Schultes erlaubte in der Tschigorin-Verteidigung einen schwarzen Konter im Zentrum, der ihm jeden Eröffnungsvorteil nahm und noch dazu seine Bauernstruktur zerrüttete.